[ Rom - Piazza Navona]

Vortragsveranstaltungen der DIK Hannover

Vorträge und Veranstaltungsreihen zu Kultur, Archäologie, Politik, Geschichte und mehr
Informationen zu den Veranstaltungsorten finden Sie hier.

Das Programmheft der DIK Hannover erscheint zweimal jährlich, gewöhnlich im Januar und August.

Vortrag von Dr. Almut Mey
Donnerstag 15.02.2018, 19.00 Uhr

Theatermuseum,
Veranstaltungssaal
Prinzenstraße 9, 30159 Hannover
[Haltestelle "Schauspielhaus / Thielenplatz" der Buslinien 100, 121, 128, 134 und 200. In kurzer Distanz liegen auch die Stadtbahn-Haltestellen "Aegidientorplatz" und "Kröpcke"]


Apulien und Basilikata - das Lieblingsland des Stauferkaisers

Bis weit in die 50er Jahre hinein wurde Süditalien als Schandfleck des Landes gesehen, und noch in der Literatur der 70er und 80er Jahre war „Apulier“ ein Schimpfwort, wenn in Norditalien von den Einwanderern aus dem armen Süden geredet wurde.

Dabei ist Apulien so fruchtbar, seit jeher die Kornkammer Italiens, so reich an kulturellen Schätzen und mit einer Landschaft beschenkt, die alle Erwartungen erfüllt. Es ist ein Land der Widersprüche, über dem eine tiefe Melancholie zu ruhen scheint. Vielerorts wird es dominiert von Stauferburgen, und der Schatten des berühmtesten Staufers, Friedrichs II., scheint noch immer über dem Land zu liegen, das er liebte wie kein anderes. 50 Millionen Olivenbäume gibt es in Apulien. Dazwischen liegen weiße Städte und Dörfer und - für die Besucher besonders interessant - die Trulli. Diese kegelförmigen Bauten, die im Sommer kühl und im Winter warm sind, gibt es nicht nur in Alberobello, sondern weit darüber hinaus in ganz Apulien. Sie sind kein Relikt der Vergangenheit, sondern werden immer noch bewohnt.

Die Basilikata, von Kampanien, Apulien und Kalabrien umringt, ist immer noch eine ursprüngliche und abgeschiedene Region. Viele Städte liegen hoch oben auf den Bergen. Die Sassi, d.h. die Höhlenwohnungen der Stadt Matera, die seinerzeit die zivilisierte Welt entsetzten, wurden 1993 zum UNESCO Welterbe erklärt. 2014 wurde Matera als erste Stadt in Süditalien zur Kulturhauptstadt Europas 2019 zusammen mit Plovdiv/Bulgarien gewählt.

Frau Dr. Almut Mey ist ausgebildete Redakteurin und studierte in Heidelberg, Wien und Berlin. In Zürich promovierte sie im Fach Ethnologie. Neun Jahre arbeitete sie im Museum für Völkerkunde in Berlin-Dahlem in den Abteilungen Südasien, Ozeanien und Ostasien. Sie unternahm wissenschaftliche Expeditionen in den Nahen Osten und nach Südasien. Zuletzt war sie Fachbereichsleiterin für Kulturelle Bildung und Ausländerbildungsprogramme an der Volkshochschule Spandau. Seit Jahrzehnten hält sie länderkundliche, kulturhistorische und religionswissenschaftliche Vorträge.

Bild: Stauferburg Castel Monte, Apulien. (Bild: Almut Mey)
Lichtbildervortrag von Bernd Galland (Langenbolzen)
Donnerstag 22.02.2018, 19:00 Uhr

Theatermuseum,
Veranstaltungssaal
Prinzenstraße 9, 30159 Hannover
[Haltestelle "Schauspielhaus / Thielenplatz" der Buslinien 100, 121, 128, 134 und 200. In kurzer Distanz liegen auch die Stadtbahn-Haltestellen "Aegidientorplatz" und "Kröpcke"]


Die Abruzzen – das grüne Herz Europas - Natur, Kultur und Landschaft

Wenig bekannt ist bei uns die Region Abruzzo in der Mitte der Apenninen-Halbinsel. Eine lange Geschichte und reiche Kultur zeigen sich in reizvollen alten Städten wie L’Aqui,­la Sulmona (Geburtsort Ovids) oder Tagliacozzo und einsamen Bergdörfern, in Burgen und romanischen Klosterkirchen, herausragend z.B. San Clemente a Casauria, in der Wiederbelebung alter Traditionen, etwa der Hirtenmusik der Zampognari.

Die landschaftliche Vielfalt auf einer Fläche, die etwa dem Raum Hannover-Braunschweig-Göttingen entspricht, reicht vom Hochgebirge in 2900 m Meereshöhe über ein sehr bewegtes Mittelgebirge bis zur Küstenebene an der Adria.

Dadurch erklärt sich der außergewöhnliche Reichtum an Lebensräumen, in denen rund 75% aller europäischen Tier- und Pflanzenarten nachgewiesen wurden, darunter auch eine beträchtliche Anzahl Endemiten. Insofern sind die Abruzzen ein ideales Ziel für alle Naturbeobachter, die ebenso auch historisch und kulturell angesprochen werden.

Bernd Galland, Konrektor i.R., Fächer Biologie, Erdkunde, Ma­the­matik. Ehrenamtlich im Naturschutz engagiert: von 1973 bis 2013 Vorstandsmitglied im Ornitho­lo­gi­schen Verein zu Hil­des­heim (OVH) e.V., seit 1989 Vorstands­mit­glied der vom OVH ge­gründeten Paul-Feindt-Stiftung Hildesheim – Stiftung für Orni­tho­logie, Tierarten und Biotopschutz; von 2008 bis 2017 jährlich Leitung von Gruppen­reisen des OVH in die Abruzzen.

Bild: Die Burg von Roccascalegna, Provinz Chieti - spektakulär auf einen Felsen gesetzt (Foto B. Galland)
Literaturkreis auf Italienisch von DIK & MAK
Mittwoch 28.02.2018, 18.30 Uhr

Museum August Kestner
,
Trammplatz. 3, 30159 Hannover

Piccolo circolo letterario "Il bar sotto il mare"

Literaturkreis auf Italienisch mit
Marina Petronella und Dr. Riccardo Nanini.
Lesung mit Monika Antes, M.A. (Hannover)
Donnerstag 01.03.2018, 18.00 Uhr

Museum August Kestner
,
Trammplatz. 3, 30159 Hannover

VDIG-Lesemarathon Giovanni Boccaccio

Sprecher: Marina Petronella und Eike Möring



Eine Initiative der VDIG Vereinigung Deutsch-Italienischer Kultur-Gesellschaften e.V. im Rahmen der „Sprachoffensive Italienisch“. Wissenschaftliche Beratung: Prof. Dr. Alessio Fontana. Mit freundlicher Unterstützung des Reclam Verlages. Unter der Schirmherrschaft der Botschaft der Italienischen Republik - Berlin. Eine Kooperation der DIK mit dem Museum August Kestner.

Während im vergangenen Jahr mit Umberto Eco ein zeit­genössischer Autor gewürdigt wurde, davor mit Johann Wolfgang von Goethe die Zeit der Klassik im Mittelpunkt stand und mit Dante Alighieri der Blick in das Spätmittelalter gerichtet wurde, geht die literarische Reise nun zu Giovanni Boccaccio (1313-1375). In mehr als 25 deutschen Städten finden zeitgleich Lesungen statt, um die Aktualität eines der bedeutendsten Vertreter des Renaissance-Humanismus zu zeigen.

Nach einer Darstellung der spätmittelalterlichen Gesellschaft des Stadtstaates Florenz am Übergang zur Renaissance und Ausführungen zu Boccaccios Leben und Werk stellt Monika Antes Texte aus dem Roman Elegia di Madonna Fiammetta, dem Hauptwerk Il Decamerone und dem Spätwerk Il Corbaccio vor, um Ähnlichkeiten und Unterschiede der Frauengestalten in Boccaccios Schriften zu untersuchen. Auf den Spuren des Lebens des Dichters wird die vielschichtige Entwicklung seiner Einstellung gegenüber Frauen verfolgt, die zuweilen von Bewunderung und Scheu in harsche Verachtung umschlug.

Monika Antes, geboren in Wilhelmshaven, hat zahlreiche Bücher über italienische kulturgeschichtlich bedeutsame Personen auf Deutsch und auch auf Italienisch verfasst. Nach vielen Auslandsaufenthalten, u.a. in Florenz, lebt sie heute in Hannover. Über den italienischen Dichter hat sie vor zwei Jahren ihr Buch "Giovanni Boccaccio e le donne" (Florenz 2016) geschrieben.

Bild: John William Waterhouse (1849–1917): A Tale from the Decameron (1916), Ausschnitt Liverpool Museums via Wikimedia Commons
Mitgliederversammlung
Samstag 10.03.2018, 16:00 Uhr

Theatermuseum,
Veranstaltungssaal
Prinzenstraße 9, 30159 Hannover
[Haltestelle "Schauspielhaus / Thielenplatz" der Buslinien 100, 121, 128, 134 und 200. In kurzer Distanz liegen auch die Stadtbahn-Haltestellen "Aegidientorplatz" und "Kröpcke"]

Mitgliederversammlung der DIK

Einladung per Brief
Vortrag von Dr. Alexander Mlasowsky
Donnerstag 05.04.2018, 19.00 Uhr

Theatermuseum,
Veranstaltungssaal
Prinzenstraße 9, 30159 Hannover
[Haltestelle "Schauspielhaus / Thielenplatz" der Buslinien 100, 121, 128, 134 und 200. In kurzer Distanz liegen auch die Stadtbahn-Haltestellen "Aegidientorplatz" und "Kröpcke"]


Der Römer in uns - Die Gegenwart von der Antike aus gesehen

Romantisierende Gemälde des späten 18. und 19. Jahrhunderts bieten gerne einen spezifischen neuzeitlichen Blick auf Italien und besonders auf die Antike. Die mit Grasbüscheln bewachsenen Ruinen vermitteln eine etwas morbide Sehnsucht, aber auch eine glühende Verehrung der glorreichen Zeit des römischen Reiches.

Eine einseitige Betrachtung! Was würde passieren, wenn wir die Blickrichtung umdrehen? Was würde ein Römer aus dem 2. Jh. n. Chr. in unserer heutigen Zeit aus seinem Alltagsleben wiederfinden? Wir können ihn nicht fragen, aber uns bemühen, selbst herauszufinden, was sich von der etwa 1500 Jahre zurückliegenden römischen Kultur bis in die heutige Zeit hinübergerettet hat. Dieser Vortrag soll erste Gedenkanstöße dazu liefern. Ein Blick mit Augenzwinkern ...

Dr. Alexander Mlasowsky hat an den Universitäten Heidelberg und Hamburg Klassische Archäologie, Alte Geschichte und Vor- und Frühgeschichte studiert. Seine Forschungen und Veröffentlichungen gelten der politischen und privaten Selbstdarstellung in archäologischen und numismatischen Quellen. Er betreibt die Firma 'Art & Archaeology Consulting' und betreut Privatsammlungen antiker Kunst.

Bild: Römischer Würfel (Wikimedia Commons)
Vortrag von Johanne Bischoff, Philipp Leusbrock, Antonio Riccò
Mittwoch 25.04.2018, 18.30 Uhr

Museum August Kestner
,
Trammplatz. 3, 30159 Hannover

Solidarität darf nicht an Grenzen enden.
Was ist ein Hotspot? Was geschieht mit abgelehnten Geflüchteten auf Sizilien?

Vortrag von Johanne Bischoff (Bremen) und Philipp Leusbrock (Ochtrup),
Projekt Seehilfe e.V. Bremen

Die Einführung hält Antonio Riccò
vom sozialen Projekt Lampedusa-Hannover.de
Literaturkreis auf Italienisch von DIK & MAK
Mittwoch 02.05.2018, 18.30 Uhr

Museum August Kestner
,
Trammplatz. 3, 30159 Hannover

Piccolo circolo letterario "Il bar sotto il mare"

Literaturkreis auf Italienisch mit
Marina Petronella und Dr. Riccardo Nanini.
Kulturbörse
18.-21.05.2018

XV. Deutsch-Italienische Kulturbörse in Ravenna: "Stadt der Mosaike"


Zur XV. Kulturbörse laden die VDIG und die ACIT Ravenna in die Stadt der Mosaike ein. „Mosaik“ ist auch das Motto dieser viertägigen Kulturveranstaltung vom 18.-21.05.2018 in Ravenna. Das geplante Programm macht Lust auf den deutsch-italienischen Kulturaustausch zu Pfingsten. Die Kulturbörse wurde 1989 von der Vereinigung Deutsch-Italienischer Kulturgesellschaften (VDIG) ins Leben gerufen und findet seitdem alle zwei Jahre abwechselnd in Deutschland und Italien statt. Neben der Präsentation der deutsch-italienischen und italienisch-deutschen Gesellschaften sowie weiterer Institutionen und Partner stehen der bilaterale Austausch und das gegenseitige Kennenlernen im Mittelpunkt der Kulturbörse. Nicht zu kurz kommt auch die Besichtigung des Austragungsortes Ravenna. Nach einer offiziellen Eröffnungsfeier mit der Verleihung des Premio Culturale der VDIG erhalten die Besucher die Gelegenheit, sich über die vielfältigen Angebote und Programme der beteiligten Gesellschaften zu informieren. Umrahmt wird dies von musikalischen, kulturellen und kulinarischen Beiträgen sowie Stadtführungen und und Museumsbesuchen.
Vortrag von Prof. Dr. Donatella Chiancone-Schneider
Samstag26.05.2018, 16:00 Uhr

Theatermuseum,
Veranstaltungssaal
Prinzenstraße 9, 30159 Hannover
[Haltestelle "Schauspielhaus / Thielenplatz" der Buslinien 100, 121, 128, 134 und 200. In kurzer Distanz liegen auch die Stadtbahn-Haltestellen "Aegidientorplatz" und "Kröpcke"]

Avantgarde hin und zurück - 1914–1918, Scheideweg der Moderne
Mittwoch 06.06.2018, 18.30 Uhr

Museum August Kestner
,
Trammplatz. 3, 30159 Hannover

Piccolo circolo letterario "Il bar sotto il mare"

Literaturkreis auf Italienisch mit
Marina Petronella und Dr. Riccardo Nanini.
Fahrradtour (+Bahn), veranstaltet von Dr. Annette v. Stieglitz und Dr. Catherine Atkinson
Samstag 09.06.2018, 9.25 Uhr
Fahrradtour -
Auf den Spuren des Postmeisters Stechinelli


Von der Stechinelli-Kapelle in Wieckenberg zur Haesler-Siedlung "Italienischer Garten" in Celle. Anmeldung: vhs-langenhagen.de/programm.