Deutsche Künstler sehen Italien II

Dr. Rainer Grimm

Liebe Italienfreundinnen und –freunde….

…..im letzten Brief ging es ja um Dürer – er steht exemplarisch dafür, warum Künstler im 16. Jahrhundert nach Italien reisten. Sie wollten für ihre Arbeit zuhause interessante Motive suchen und gleichzeitig schauen, wie die wichtigsten Künstler in Italien arbeiteten.

Nun kommt ein großer Sprung ins 18. Jahrhundert. Da hat sich in der Tat etwas grundlegend im Italienbild verändert. Um das zu verdeutlichen, habe ich mir zwei Italienreisende ausgesucht, die zwar keine eigentlichen Künstler sind – da sie aber beide großen und entscheidenden Einfluss auf die nach Italien pilgernden Künstler gehabt haben, sind sie aus meiner Sicht absolut wichtig. Das sind Johann Joachim Winckelmann und Johann Wolfgang Goethe.

Um es schon hier zu sagen, beide – und genauso die sogenannten ‚klassizistischen Künstler‘ suchten in Italien eigentlich die griechische Antike – und da Griechenland unter türkischer Herrschaft und die Antike in Italien leichter erfahrbar war, fuhr man eben nach Italien, um der Antike dort nahe sein zu können. Das gilt vor allem für Winckelmann – bei Goethe muss man das sicher etwas weiter fassen, aber auch er suchte zunächst vor allem die Antike.

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