Kategorie: Veranstaltungen

Kunsträtsel 49

Bei diesem Rätsel geht es wieder um einen Künstler aus der großen Zeit der italieni- schen Kunst. Man ist sich im allgemeinen ja gar nicht so bewusst, dass große Kunst überwiegend zu bestimmten Zeiten in bestimmten Regionen entsteht. So ist eben im 15./16. Jahrhundert Italien führend gewesen.

Der dieses Mal gesuchte Künstler ist in Venedig geboren. Bevor er in der Malerei reüssierte, soll er als Lautenspieler erfolgreich gewesen zu sein. Dann machte er eine Ausbildung in der damals erfolgreichsten künstlerischen Werkstatt. Dort erlernte er den typisch venezianischen Umgang mit Farbe. Diese Behandlung der Farbe hat er auch sein ganzes Leben beibehalten. Ja, man kann sagen, dass es ihm gelang, in seinen späteren Werken die beiden damals wesentlichen Schulen – die florentinische des ‚disegno‘ mit der venezianischen des ‚colorito‘ zusammenzubringen.

Durch einen bedeutenden Bankier war er nach Rom gekommen, wo er bald als einer der wichtigsten Künstler angesehen wurde. Daraus wuchs natürlich auch Neid – besonders ein Kollege schätzte ihn überhaupt nicht. Ein anderer Kollege wurde dagegen, obwohl er zehn Jahre älter war, ein enger Freund. Er galt bald als einer der bedeutendsten Portraitmaler der Stadt, und erhielt viele Aufträge.

Dann geschah etwas, was ihn und viele andere Menschen erschütterte. Dieses Ereignis ließ ihn verzweifeln. Er sah keinen Sinn mehr in seiner Arbeit und überhaupt in seinem Leben. In einem Brief an seinen Freund schrieb er: „Von mir ist nicht mehr viel übrig, das Universum könnte kaputtgehen, ich würde mich nicht drum kümmern.“

Tatsächlich veränderte sich sein Leben danach, er malte viel weniger als in den früheren Jahren, und die Bilder, die er malte, waren deutlich düsterer.

Dann zerstritt er sich auch noch mit seinem Freund – es ging an sich nur um eine technische Frage, die für beide aber offensichtlich so wichtig war, dass die Freundschaft zerbrach. Zum Glück erhielt er aber vom mächtigsten Herrscher ein Amt, das ihn von allen finanziellen Sorgen befreite. Daraufhin änderte er auch seinen Nachnamen – und unter diesem Namen ist er heute in der Kunstgeschichte bekannt.
Der schon häufig erwähnte Kunstschriftsteller hat ihn später sehr negativ beurteilt. Er schrieb: „„Sein Tod bedeutet keinen Verlust für die Kunst…“ und so war er dann auch lange vergessen.
Das Bild, das ich dieses Mal suche, hat er noch in den frühen Jahren gemalt. Es handelt sich um das Portrait einer schönen jungen Frau. Die Frau schaut den Künstler – also auch uns – direkt an. Links von ihrem Gesicht ist ein Blick in eine Landschaft gemalt.
Über ihrem Kleid hat sie einen genau wiedergegebenen Pelz. Besonders ist das Spiel ihrer Hände … dabei scheint mir das Bild an der linken Seite beschnitten zu sein????
Jedenfalls ist ihre linke Hand fast nicht mehr sichtbar… Wie sehen Sie das?
Egal…. Also…. Wer ist der Künstler? Welches Ereignis hat ihn depressiv werden lassen?
Und welches Bild kann das sein, das ich suche?

Viel Spaß beim Rätseln

Zu gewinnen gibt es dieses Mal diese kolorierte Zeichnung, die ich in Bologna gemacht habe (damit auch hierbei ‚disegno‘ und ‚colorito‘ zusammenklingen)

Kunsträtsel 48 – Auflösung

Der Künstler, den ich beim letzten Mal gesucht und der so eine große Wandlung in
seinem Leben vollzogen hat, ist Lucio Fontana (1899 – 1968). Wie ich schon bei der
Beschreibung seines Lebens geschrieben habe gehört er von seinem Geburtsjahr eher
in die Reihe der Künstler der ‚klassischen Moderne‘ – das hat mich wirklich erstaunt.

Die Kunst, mit der er schließlich berühmt wurde, stammt aus der Zeit nach dem zwei-
ten Weltkrieg, und so hatte ich ihn viel jünger eingeschätzt.

Dass er sich als junger Mann dem Faschismus zuwandte und sogar Mitglied einer

Kampftruppe wurde, war mir auch völlig unbekannt. Sicher haben ihm diese Bezie-
hungen auch dabei geholfen, an attraktive Aufträge zu kommen. Die Skulptur, mit der

er den faschistischen Sieg feierte, wurde denn auch in der Tat auf der Biennale von Ve-
nedig gezeigt. Besonders skurril ist für mich, dass das Hauptquartier der mailänder Fa-
schisten mit dem Basrelief, das den ‚Schrein der faschistischen Märtyrer‘ darstellt,

nach Ende des zweiten Weltkriegs zur Carabinieri Station umgewidmet wurde.

Es wird unterschiedlich diskutiert, ob er sich schon in den dreißiger Jahren von der fa-
schistischen Politik und dieser Art Kunst abwandte. Einerseits schloss er sich schon in

Paris einer Gruppe abstrakter Künstler an – ich dachte, dass das ein Zeichen dafür sei,
dass er sich von seiner Vergangenheit lösen wollte.

Dann aber schrieb mir Jürgen Erdelkamp, dass es in der ZEIT Nr. 39/2024 die Rezen-
sion einer Ausstellung e gab, aus der hervorgeht, dass er auch im Alter noch große

Sympathien für faschistische Ideen hatte.
Wie auch immer – künstlerisch betrat er neuen Boden. So schrieb er: „Das Werk sollte
allein aus der Vorstellungskraft des Betrachters wirken, indem es von aller malerischen
und propagandistischen Rhetorik befreit werden sollte.“

In gewisser Hinsicht kann man sagen, dass er die Kunst wirklich auf den Boden zu-
rückführte. Ein wichtiges Merkmal in der Malerei ist etwa die ‚Darstellung von Raum‘ –

und da macht Fontana etwas ganz revolutionäres – statt etwa mit Hilfe von Perspek-
tive Raum illusionistisch darzustellen, schafft er wirklich ‚Raum‘. Indem er mit einem

Messer in eine Leinwand hineinschneidet, so entsteht ‚Raum‘ tatsächlich. Es gibt ein
wirkliches und nicht ein vorgetäuschtes ‚Vorn und Hinten‘, man könnte nicht nur in

die Leinwand hineinschauen, man könnte sogar in sie hineingreifen (was denn im Mu-
seum aber doch vermutlich für erhebliche Irritationen sorgen würde). Der Künstler

nennt dieses Konzept ‚concetto spaziale – also ‚Raumkonzept.
Ich füge hier keine Abbildung einer solchen Arbeit zu – da der Künstler noch keine
siebzig Jahre tot ist, könnte es Schwierigkeiten geben, und die will ich mit ersparen. Im

Netz kann man aber ohne weiteres viele Abbildungen finden in vielen Museen für mo-
derne Kunst … so unter anderem auch im Sprengel Museum Hannover gibt’s Originale

zu sehen.

Gewonnen hat dieses Mal due Nummer30 und da steht Henning Obloch – lieber Hen-
ning … lass uns telefonieren, wie wir das mit der Übergabe machen.

Com.It.Es – Elezioni per il rinnovo dei Comitati degli Italiani all’Estero

Wahl des Komitees der Italiener im Ausland


Nel mese di dicembre 2026 gli italiani residenti all’estero saranno chiamati a votare per il rinnovo dei Comitati degli Italiani all’Estero (Com.It.Es.), organismi che rappresentano le comunità italiane nei rapporti con le autorità diplomatiche e consolari.

I Com.It.Es. possono essere istituiti nelle circoscrizioni consolari con almeno 3.000 iscritti all’AIRE e sono composti da 12 o 18 membri, a seconda del numero di cittadini italiani residenti nella circoscrizione. I membri restano in carica per cinque anni.

I Comitati svolgono un ruolo importante nella vita delle comunità italiane all’estero: promuovono il dialogo con le istituzioni, favoriscono l’integrazione nel Paese di residenza e contribuiscono a valorizzare la presenza italiana sul territorio, mantenendo vivo anche il legame con la storia dell’emigrazione.

Le elezioni rappresentano quindi un’importante occasione di partecipazione: attraverso il voto, gli italiani residenti in Germania possono scegliere i propri rappresentanti e contribuire direttamente alla vita della comunità.

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Freitags, 16.00–17.30 Uhr: Piccolo artcafé Museum August Kestner

Gespräche über italienische Kunst und ihre Nachwirkungen im Museum August Kestner

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Termin:           Jeden Freitag, 16.00 – 17.30 Uhr

2.10.2026 und 9.10.2026

Kosten:           5 € pro Person Seminargebühr pro Termin, freier Eintritt ins Museum

Anmeldung: museen-kulturgeschichte@hannover-stadt.de

Stichwort: Piccolo Artcafé

Treffpunkt:      Museum August Kestner, Foyer

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