3.Mai–28.Juni 2026, täglich von 8.00 bis 21.00 Uhr: KARNEVAL IN VENEDIG – FOTOAUSSTELLUNG VON WOLFGANG NIESS

KunstGang der Medizinischen Hochschule Hannover

Carl-Neuberg-Str. 1, 30625 Hannover

In Zusammenarbeit mit Fotografie & Kommunikation e.V. und der Deutsch-Italienischen Gesellschaft e.V. Hannover (DIK)

Eintritt frei

Vernissage: 3. Mai 2026, 11.00 Uhr

Grußworte von Dott. Piero Vaira, Generalkonsul in Hannover, und Prof. Dr. Volker Deville, DIK-Präsident


Ein Karnevalsfest in Venedig wird erstmals in der Chronik des Dogen Vitale Falier 1094 beschrieben.
Die charakteristischen Masken werden bei Martino da Cànal dann im 13. Jahrhundert in einer Schilderung eines Zunftumzugs erwähnt. Zu Lebzeiten Giacomo Casanovas im 18. Jahrhundert erreichte der Karneval seine größte Pracht; zugleich wurden die Sitten immer lockerer.
Die Blütezeit des Karnevals in Venedig endete, als 1797 die Markusrepublik durch Napoléon Bonaparte ihre Selbständigkeit verlor und Österreich angegliedert wurde. Der folgende wirtschaftliche Niedergang beeinträchtigte die Selbstdarstellung der Stadt erheblich. Aufwendige Prozessionen und Festumzüge gab es kaum noch.
1867, nur wenige Monate nach dem Anschluss Venedigs an das Königreich Italien, feierten die Venezianer erstmals wieder ein Karnevalsfest mit einem reichhaltigen Programm. Eine Società del Carnevale, die aus brava gente benemerita, wohlanständigen und honorigen Bürgern, zusammengesetzt war, organisierte die Festlichkeiten. Der Karneval sollte nicht länger eine Privatangelegenheit sein. Erklärtes Ziel der Organisatoren war es vielmehr, „Fremde anzuziehen, die Geld bringen …“ wie im Corriere di Venezia vom 10. Januar 1868 zu lesen war.
Eine nachhaltige Wiederbelebung des venezianischen Karnevals löste erst Federico Fellinis Film Casanova im Jahre 1976 aus. Federico Fellini, der Theaterregisseur Maurizio Scaparro, der Maskenmacher Guerrino Lovato und zahlreiche weitere Künstler organisierten die Wieder-erweckung des Karnevals, der insbesondere zur Biennale 1979 ein großer Erfolg war.
Schließlich nahmen sich die Hotelbesitzer des Karnevals an, der inzwischen zu einer internationalen Tourismusattraktion geworden war. Auch wurden traditionelle Veranstaltungen wie die Commedia dell’arte wieder aufgegriffen und beeinflussten ihrerseits die modernen Karnevalsmasken.

Herr Wolfgang Niess

Über den Fotografen:
 1952 in Hannover geboren und hiergeblieben
 Hauptstudium Architektur/Städtebaureferendariat
 Promotion über Soziokulturelle Infrastruktur
 schon als Student gerne fotografiert und damals die
Schwarzweißfotos noch selber entwickelt
 viel gereist und über 70 Länder kennengelernt

 dabei unzählige Fotos mitgebracht und zu Länder-
und Themenreihen zusammengestellt

Bisherige Fotoausstellungen:

2001 in der AG Stadtleben (mit Edeltraud Philipp): Öffentliche Bedürfnisanstalten in Hannover
2002 in der Bauverwaltung: Die rote Moderne in Hannover
2005 im Bildungsverein Oststadt: Menschen in Burma
2016 im Bildungsverein List (mit Edeltraud Philipp): Albanien – Impressionen aus dem Land der Skipitaren
2024 im FZH Vahrenwald: Brücken – Verbindungen schaffen
2024 im MHH-Kunstgang: Menschen in Äthiopien
2024 im Stadtteilzentrum Stöcken: Knocking on someone’s door – Türen und Türklopfer
2024 im Freizeitheim Döhren: Send me a Letter –Briefkästen aus aller Welt
2025 in der Galerie im Keller: Strukturen
2026 im Bildungsverein Linden: Anders gesehen – Fassaden, Spiegelungen, Baustrukturen
2026 im MHH Kunstgang: Karneval in Venedig