Kunsträtsel 40 – Auflösung


Liebe Kunst-, Rätsel- und Italienfreundinnen und –freunde,

hier ist die Lösung des letzten Rätsels mit der Reise der ‚heiligen drei Könige‘. Dieses Mal habe ich wieder viele richtige Lösungen erhalten – obwohl der Künstler, von dem die Fresken sind, sicher nicht vielen bekannt gewesen ist. Ich hatte ja geschrieben, dass er mir auch nicht so geläufig war. Aber die gesuchte Familie kannten natürlich viele, und so konnte der Maler dann ja auch gefunden werden.

Es waren die Medici, die Florenz im quattrocento, also im 15. Jahrhundert recht erfolgreich beherrschten. Hervorzuheben sind dabei vor allem zwei Familienmitglieder, das ist Cosimo ‚il vecchio‘ (also der alte), der von 1434 an herrschte und Lorenzo ‚ il magnifico‘ (also der Prächtige). Cosimo hat den Palast, in dem sich das gesuchte Fresko befindet, in Auftrag gegeben. Und Lorenzo (nicht sein Sohn, wie ich geschrieben hatte, sondern sein Enkel) hat die Künstler und Kunst besonders gefördert. Man kann sagen, dass durch das Zusammenspiel zwischen künstlerischer Kreativität und dem Mäzenatentum der Medici die Renaissance geprägt worden ist.

Der Palast trägt heute den Namen: Palazzo Medici Riccardi – die Familie Riccardi hat ihn von den Medici gekauft. Und in diesem Palast gibt es die Kapelle, die 1459 von Benozzo Gozzoli und seiner Werkstatt ausgemalt worden ist.

Besonders an diesem Fresko ist eben, dass die Medici und auch eine Reihe anderer Anhänger der Familie mit portraitiert worden sind. Dazu hat sich der Künstler selbst mit in die großen Fresken eingefügt – und auf seine Kappe hat er stolz geschrieben ‚Opus Benozzo‘. Es war damals sicher schon etwas ganz Besonderes, dass sich ein Maler so in das heilige Geschehen und in die Parade seiner Auftraggeber einfügen durfte.

Wer mehr über diese Kapelle erfahren möchte, sei bei Google auf das ‚Finestre sull’arte‘ verwiesen – da gibt’s sehr gute Fotos der Fresken und informative Texte. Es lohnt sich wirklich sehr, den Palast und besonders die Kapelle beim nächsten Besuch von Florenz zu besuchen. Bis auf wenige bauliche Veränderungen ist die Kapelle so erhalten, wie sie vor weit mehr als fünfhundert Jahren gestaltet worden ist.

Gewonnen hat dieses Mal die Nummer 18 und da steht Traugott Eckhardt – Lieber Herr Eckhardt bitte setzen Sie sich mit mir in Verbindung, damit ich Ihnen die Zeichnung schicken kann.