Kunsträtsel 43
Der Künstler, nach dem ich dieses Mal suche, ist noch etwa 300 Jahre vor Vasari geboren. Aus dieser Zeit stammen natürlich keine genauen Daten etwa über das Jahr, in dem er geboren ist. Man nimmt aber an, dass er seine ersten Lebensjahre in Apulien verbracht hat – dort ist er dann vermutlich auch als Steinmetz ausgebildet worden. Aber schon als verhältnismäßig junger Mann verließ er seine Heimat und ließ sich in einer Stadt in Mittelitalien nieder. Mit ihr war er dann so verbunden, dass er heute neben seinem Vornamen auch den leicht veränderten Namen der Stadt trägt.
Diese Stadt war auch offensichtlich bildnerisch für seine künstlerische Arbeit bedeutsam – es gab / gibt ein großes Gebäude, in dem noch heute antike Sarkophage aufgestellt sind. Schaut man sich besonders die Reliefs des Künstlers an, dann kann man vielfach feststellen, dass er sich sehr stark an antiken Figuren auf diesen Sarkophagen orientiert hat.
Dazu kommt, dass er von ihnen den ‚horror vacui‘ – die Angst vor der Leere‘ übernommen hat. Damit ist gemeint, dass jeder Fleck des Reliefs mit etwas gefüllt ist. Das, was Reliefs so schwierig macht, ist ja in der Tat die Gestaltung von so etwas wie ‚Raum‘‘ – wie kann man auf einer Fläche zeigen, dass sich etwa eine Figur in / vor einem ‚Raum‘ befindet? Das haben erst Künstler in der Renaissance verwirklichen können. Vorher waren die Flächen entweder ‚leer‘ oder sie wurden durch Figuren oder anderes vollgestellt. Genau so war es bei den Reliefs des heute gesuchten Künstlers. Anders ist das bei den von ihm geschaffenen Skulpturen – da sie ja sowieso frei oder etwa in einer Nische stehen, hat der Künstler es nicht nötig, extra für einen illusionistischen Raum zu sorgen.
Nachdem er in seiner neuen Heimatstadt einen großen Auftrag für die Innenausstattung eines runden Gebäudes ausgeführt hatte, erhielt er von einer anderen Stadt (auch in Mittelitalien) einen vergleichbaren Auftrag für die Kanzel im Dom der Stadt. Und die ist in der Tat ein Meisterwerk geworden.
Bei Wiki steht: „Auf einem profilierten Sockel (…) erhebt sich, getragen von einer Mittelsäule und acht an den Ecken, die von einer Brüstung aus großen Relieffeldern umgebene Plattform. Jede zweite Säule ruht auf Löwensockeln, gotische Dreipassbögen leiten zum Kanzelkorb über. Die Skulpturen und Reliefs sind aus weißem Marmor, die Säulen aus Granit, Porphyr und grünem Marmor“.
Das ist in der Tat ein überwältigender Anblick. Um das Ganze etwas zu vereinfachen suche ich nach dem Relief auf einer Seite der Kanzel, auf ihm sind neben vielen Menschen auch Bäume, Pferde, Kamele und Hunde abgebildet. Um es noch etwas einfacher zu machen….Auf der rechten Seite kniet ein Mann vor einer Frau und einem Kind.
Wer ist der Künstler, wo kann man das gesuchte Werk bewundern? Und welche Szene ist auf dem gesuchten Relief dargestellt?
Gewinnen kann man dieses Mal eine Zeichnung, die ich vor einigen Jahren im Bargello von Florenz gemacht habe. Dort ist der Sockel des berühmten Perseus von Benvenuto Cellini (nach ihm hatte ich vor längerer Zeit auch einmal gefragt) ausgestellt. Auf der Zeichnung sieht man Danae, die den kleinen Perseus etwas lässig an der Hand hält.
Viel Freude beim Nachschauen im Netz oder in Büchern….. und … wie immer freue ich mich über Kommentare ….



