Deutsche Künstler sehen Italien V

Dr. Rainer Grimm

Im letzten Brief habe ich mit Philipp Hackert einen Künstler vorgestellt, der – zumindest in seinen Staffagefiguren – eine arkadische Idylle gemalt hat. Für ihn war es also sicher notwendig, nach Italien zu gehen, um sich vor Ort in eine vergangene Zeit versetzen zu können.
Angelika Kauffmann war als Portraitmalerin dagegen eine Künstlerin, die auch an anderen Orten hätte leben können und – wie man an ihrem langen Aufenthalt in London sehen kann – auch gelebt hat. Zeitbedingt war sie sicher klassizistisch orientiert – ihr ‚Selbstportrait am Scheideweg zwischen Musik und Malerei‘ zeigt das ganz deutlich, aber ich denke, dass für sie im allgemeinen doch die Portraitähnlichkeit im Vordergrund stand.
Heute geht es zunächst mit Asmus Jacob Carstens (1754 – 1796) um einen Künstler, der eine ganz eigenwillige Auffassung von ‚Klassizismus‘ vertreten hat.

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